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Junge im Rollstuhl

KoMeT, Konduktiver Verein e.V.

Unser Verein
Schwimmübungen mit viel SpaßKoMeT e.V.  unterstützt die Konduktiv Mehrfachtherapeutische Förderung für Menschen mit motorischen und sensorischen und Mehrfachbehinderungen.

Der Verein geht zurück auf eine 1992 gegründete  Elterninitiative. Die beteiligten Familien hatten die Begrenztheit konventioneller Förderung bezogen auf ihre Kinder erfahren und fanden in der Konduktiven Förderung einen in den familiären Alltag integrierbaren Weg, deren Entwicklungsmöglichkeiten optimal zu nutzen.

Eine der beteiligten Mütter,  Rebecca Albers, organisierte und plante den Ablauf der anfangs wöchentlichen Treffen. Mangels konduktiver Fachkräfte in der Region absolvierte sie eine Ausbildung als Konduktive Mehrfachtherapeutin, später als     Akademische Mehrfachtherapie Konduktorin, übernahm die fachliche Verantwortung und gründete 1996 die Konduktiv Mehrfachtherapeutische und Psychologische Praxis Niebüll.

Um einen intensiven Austausch zwischen konduktivem Team und den Familien aufrechtzuerhalten und den Transfer in der Gruppe erarbeiteter Kompetenzen in den Alltag zu gewährleisten, wurden die Eltern weiterhin intensiv in die Planung und Durchführung der Übungsprogramme einbezogen.
Im Sommer 2005 gründeten die Eltern gemeinsam mit Freunden und Fachleuten den Konduktiven Verein  e.V., KoMeT.  Der Verein engagiert sich für die Verbreitung, den Ausbau und die langfristige Absicherung Konduktiv Mehrfachtherapeutischer Förderangebote für Menschen mit Körper– und Mehrfachbehinderungen in der Region.

Fördern mit Herz, Hirn, Händen und Humor

Konduktiv Mehrfachtherapeutische Förderung

  • ist geeignet für Menschen mit Körper- oder Mehrfachbehinderungen, unabhängig von deren Alter oder von der Art und Schwere der Behinderung.
  • ist ein gleichermaßen medizinisch-therapeutisch und pädagogisch fundiertes Förderungssystem.
  • stellt das Training lebenspraktischer Fertigkeiten in den Vordergrund. Motorische, kognitiv-sprachliche oder sozial-emotionale Kompetenzen werden nicht isoliert, sondern gleichzeitig in (entwicklungs-) altersgerecht gestalteten und mehrfach-therapeutisch fundierten, komplexen Übungsprogrammen gefördert.
  • macht Spaß!

Das Konduktive Förderungssystem schafft optimale Bedingungen  für komplexe Lern- und Entwicklungsprozesse  unter Berücksichtigung der individuellen und familiären Möglichkeiten des Einzelnen.  Ziel ist eine motorisch-mental-sozial aktive,  emotional erlebnisfähige und zufriedene Persönlichkeit, die von der Hilfe anderer oder von Hilfsmitteln möglichst unabhängig und zu weitgehender Selbststeuerung fähig ist.

Konduktive Pädagogik

Konduktive Pädagogik wurde ursprünglich vom ungarischen Neurologen Dr. András Petö in den 40ziger Jahren entwickelt.  Er prägte den Begriff "konduktiv"  im Sinne von  „zusammen-, hin-, weiterführend, nützlich“.

Gruppe beim Bodenturnen Petö betrachtete eine cerebral bedingte Behinderung als Lernhindernis, das nicht durch isoliertes Üben, sondern durch einen komplexen Lernprozess unter Nutzung der Plastizität des Gehirns, also aller Sinne, (annähernd) überwunden werden kann.
Voraussetzung ist eine positive Lernatmosphäre und die positive Verstärkung orthofunktionaler, d.h. zielführender und sozial angemessener Verhaltensweisen.
Die spezielle Sprache Konduktiver Förderung, das rhythmische Intendieren und die Gruppe selbst setzte er als "Lernhilfen" ein.
Petö schuf auch das multiprofessionelle Berufsbild der KonduktorIn:
Aufbauend auf fachübergreifendem Grundkenntnissen, verfügt die KonduktorIn über spezielles Wissen zu den Erscheinungsformen cerebral bedingter Behinderungen, über die verschiedenen Förderungsmethoden sowie über gleichermaßen therapeutische als auch pädagogisch / psychologische Strategien für das gezielte In-Gang-Bringen von Lernprozessen in allen  Entwicklungsbereichen der Persönlichkeit.

Die Grenzen des Konduktiven Förderungssystems sind weniger in der Methode selbst begründet, als in den Möglichkeiten der jeweiligen Einrichtungen / Praxis oder in der Kooperationsbereitschaft des sozialen Umfeldes eines Betroffenen.

Schwerpunkte und Ziele des Vereins KoMeT e.V.

  • Beratung und Information von betroffenen Familien
  • Durchführung von Schulungen für Eltern und Angehörige
  • Fort- und Weiterbildungsangebote für Eltern und Fachleute
  • Unterstützung Konduktiver (Freizeit-)Projekte derzeit:

KMT- Förderfreizeiten in den Frühjahrs- und Herbstferien (Maßnahme gem. § 45c SGB XI)

  • Schwimmtraining für junge Menschen mit Körper- oder Mehrfachbehinderungen; 1x wöchentlich im Hallenbad Niebüll (von den Spitzenverbänden der Pflegekassen und dem Land SH gefördertes Projekt)
  • Aufbau einer nach konduktiven Grundsätzen geführten Wohngruppe 
  • Die fachliche Anerkennung der Konduktiven Mehrfachtherapie als komplexes, gleichermaßen medizinisch-therapeutisch und pädagogisch fundiertes Förderungssystem und Etablierung als regelfinanziertes Angebot für Menschen mit Behinderungen.

Der Verein KoMeT arbeitet eng mit dem Landes- und Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte zusammen.

Vorsitzender:
Armin Albers
Schützenring 26
25899 Niebüll
Tel. 04661 - 4926
E-Mail: armin.albers@gmx.de

Kontakt/Informationen zur Konduktiven Förderung:
E-Mail: rebecca.albers@t-online.de

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Kinder beim BastelnJunge liegt auf einem KissenErwachsene bei einer Kaffeetafel