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Persönliches Budget

Wir beraten Sie gerne zum Persönlichen Budget, denn unserer Meinung nach bietet das Persönliche Budget gute Chancen auf mehr Selbstbestimmung und Teilhabe für Menschen mit Behinderung.

Was ist das Persönliche Budget?

Das „Persönliche Budget“ ist ein Geldbetrag, mit dem sich ein behinderter Mensch die Unterstützung, die er benötigt, selber einkaufen kann. Damit wird ihm die Möglichkeit eröffnet, selbst zu bestimmen, von wem und wann er bestimmte Hilfen in Anspruch nehmen will. Eine Budgetnehmerin aus Neumünster sagt dazu: „Das Geniale am Persönlichen Budget ist, dass ich alles selbstständig entscheiden kann. Darauf möchte ich nicht mehr verzichten. Das Leben macht mehr Spaß und ich empfinde eine gewisse Anerkennung.“

Allerdings ist das „Persönliche Budget“ an Bedingungen geknüpft: Nur wenn der Mensch mit Behinderung Anspruch auf eine Sachleistung hat, kann er statt der Sachleistung einen Geldbetrag als „Persönliches Budget“ bekommen. In den meisten Fällen wird das „Persönliche Budget“ bislang im Bereich der Eingliederungshilfe gewährt, in wenigen Fällen von der Krankenversicherung oder der Bundesagentur für Arbeit.

In einer Budgetkonferenz wird der Bedarf des Menschen mit Behinderung ermittelt und eine Zielvereinbarung mit ihm getroffen. Wird der Antrag zum Persönlichen Budget bewilligt, erhält der behinderte Mensch Geld für die Deckung des individuell festgestellten Bedarfs. Somit wird der behinderte Mensch zum Budgetnehmer, der den Einkauf von Leistungen eigenverantwortlich, selbstständig und selbstbestimmt regeln kann.

Auch wenn diejenigen, die das „Persönliche Budget“ nutzen, hoch zufrieden sind, ist die derzeitige Anzahl an Budgetnehmern noch gering. Denn oft ist es für Menschen mit Behinderung nicht einfach, ein Persönliches Budget bewilligt zu bekommen oder die geeigneten Unterstützungsangebote ausfindig zu machen. Hier helfen wir mit unserer Beratung weiter.

Das Persönliche Budget - kurz und knapp zusammengefasst

  • Das Persönliche Budget steht allen Menschen mit Behinderung offen, unabhängig von Art und Schwere der Behinderung.
  • Das Persönliche Budget ist eine Geldleistung statt einer Sachleistung. Es ist keine neue Leistung sondern eine andere Form der Leistung.
  • Es muss ein Anspruch auf eine Sachleistung bei einem Reha-Träger bestehen. Die Reha-Träger sind: Sozialhilfeträger, Bundesagentur für Arbeit, Rentenversicherung, Krankenkasse, Pflegekasse, Integrationsämter, Jugendhilfe, Unfallversicherung, Kriegsopferversorgung und -fürsorge.
  • Die Inanspruchnahme ist freiwillig.
  • Eine Antragstellung ist erforderlich.
  • Die Rückkehr zur Sachleistung ist möglich.
  • Das Persönliche Budget soll den individuell festgestellten Bedarf decken.
  • Die Obergrenze soll in der Regel die Höhe der Sachleistung sein.
  • Es besteht ein Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget.

Wenn Sie weitere Auskünfte zum Persönlichen Budget haben möchten, rufen Sie gerne in unserer Beratungsstelle an unter Tel. 0431 90 88 99 12 oder mailen Sie uns:
d.bluedorn@lvkm-sh.de.

Beispiele für Persönliche Budgets finden Sie in unserer Broschüre mit Fallbeispielen und Erfahrungen von Budgetnehmern in Schleswig-Holstein.