Workshops

Nach der Mittagspause finden zwei Workshop-Phasen statt. Sie können sich aus den folgenden fünf Workshops zu zwei verschiedenen Themen anmelden. 

 

Workshop 1:
Alternativen finden zu herausfordernden Verhaltensweisen
Referent: Claudio Castañeda

In diesem Workshop werden die Inhalte des Vortrags noch weiter vertieft. Wenn wir Ursachen, Auslöser und Funktionen von Verhalten verstanden haben brauchen wir Ideen, wie wir Angebote gestalten können, um langfristig Alternativen zum herausfordernden Verhalten zu entwickeln. Im Workshop schauen wir hierbei insbesondere auf die Werkzeugkoffer „Umgang mit Krisen“ und „langfristige Hilfen“. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird dargestellt, wie alternative Angebote im Bereich „Verstehen unterstützen“ und „aktive Kommunikation unterstützen“ aussehen können.

 

Workshop 2:
Umgang mit herausforderndem/bedrohlichem Verhalten nach dem Konzept Dialog Orientierte Krisen Intervention (DOKI®)
Referent: Carlos Escalera

In diesem Workshop werden die Inhalte des Vortrags noch weiter vertieft. Die Begleitung eines Menschen, der sich anders verhält, als man es erwartet, und dessen erwartungswidriges Verhalten als unangenehm, herausfordernd und/oder bedrohlich erlebt wird, bedarf eines sorgfältigen Umgangs mit der eigenen und mit der fremden Aggressivität, Macht und Gewalt. Gewalt kann jeden beeinträchtigen, verändern und sogar gewalttätig werden lassen. DOKI® lehrt: sich zu schützen, Gewalt zu verstehen und intervenieren, ohne zu verletzen. DOKI® ist ein Interventionskonzept zur Herstellung von Sicherheit und Minimierung von Verletzungen, sowie zur Kommunikationsgestaltung in zwischenmenschlichen Konfliktsituationen, insbesondere in Fällen von grenzüberschreitendem Verhalten.

 

Workshop 3:
Verstehensorientierte Pädagogik – Verhalten ganzheitlich verstehen und Entwicklung stärken
Referentin: Ellen Schwitters

Verhaltensweisen, die von der Umgebung als nicht angemessen, auffällig oder herausfordernd wahrgenommen oder empfunden werden, können als Botschaft verstanden werden, durch die Belastungen oder Unwohlsein ausgedrückt wird. Was liegt dem Zugrunde? Welche (guten) Gründe stecken dahinter? Wie können wir die Botschaften enträtseln, unser Gegenüber stärken und damit Verhaltensänderungen fördern?

Ellen Schwitters ist Schulleiterin an der Rungholtschule in Husum, Förderzentrum mit dem FÖS GE. Den Ansatz „Verstehensorientierte Pädagogik“ hat sie zusammen mit der Förderschullehrerin Cathlen Wegmann entwickelt.

 

Workshop 4:
Herausforderndes Verhalten – Umgang und Lösung in der täglichen Arbeit mit Menschen mit Behinderung
Referent: Andreas Borck

In diesem Workshop wird der Umgang mit herausforderndem Verhalten in der Sozialen Arbeit thematisiert. Es werden unterschiedliche Handlungsansätze, die „in Prinzipien“ oder „in Beziehungen gehen“ bestehen können, an praktischen Beispielen erarbeitet. Inwieweit die persönliche Wirkung auf mein Gegenüber eine Rolle spielt, soll in Fallbeispielen erörtert werden. Darüber hinaus wird im Rahmen eines möglichen Lösungsansatzes die Frage gestellt, wie ein Ausgleich im wiederkehrenden Kreislauf von herausfordernden Verhaltensweisen geschaffen werden kann.

Andreas Borck ist Geschäftsführer der Werk- und Betreuungsstätte für Körperbehinderte gGmbH in Ottendorf. Er ist Diplompädagoge und Sonderschullehrer und hat neben seinen Leitungstätigkeiten langjährige Erfahrungen in der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie erwachsenen Menschen mit einer geistigen, körper- und schwerstmehrfachen Behinderung als auch mit Menschen mit psychischen Erkrankungen.

 

 

Workshop 5:
Rechtliche Möglichkeiten bei herausforderndem Verhalten – Zwischen Macht und Ohnmacht
Referenten: Sönke Wimmer und Oliver Renner vom Betreuungsverein in Kiel e.V.

Viele Verhaltensweisen der Menschen, die wir begleiten und unterstützen, stellen für uns eine Herausforderung dar. Nur ein geringer Teil dieser Verhaltensweisen berühren tatsächlich rechtliche Fragestellungen – vor allem mit diesen wollen wir uns in diesem Workshop beschäftigen. Wir werden zunächst im Rahmen eines Impulsreferats die rechtlichen Rahmenbedingungen vorstellen, die nicht nur für rechtliche Betreuer*innen relevant sind. Im Anschluss möchten wir uns mit Ihnen über Ihre Erfahrungen mit herausforderndem Verhalten austauschen und herausarbeiten, wann rechtliche Aspekte eine Rolle spielen und welche Maßnahmen dann zu treffen sind.

Sönke Wimmer und Oliver Renner sind Diplom-Sozialpädagogen und beim Betreuungsverein Kiel beschäftigt. Der Betreuungsverein Kiel hat im Rahmen der sogenannten Querschnittsarbeit die Hauptaufgabe, ehrenamtliche Betreuer*innen zu gewinnen, in ihre Aufgaben einzuführen, sie fortzubilden und zu beraten. Darüber hinaus berät der Verein auch Bevollmächtigte und Menschen, die im Wege einer Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und/oder Patientenverfügung vorsorgen möchten. Außerdem werden dort selbst Betreuungen und Verfahrenspflegschaften durchgeführt.