Workshop Unterstützte Kommunikation
Gut positioniert für Unterstützte Kommunikation:
Wie eine geeignete Körperhaltung die Nutzung von UK unterstützt – im Alltag und im Krankenhaus
Es gibt eine Vielzahl an Materialien, Geräten, Apps und Ansteuerungshilfen für die Unterstützte Kommunikation. Doch diese Möglichkeiten können häufig nur dann erfolgreich angewendet werden, wenn unterstützt kommunizierende Menschen eine geeignete Sitzposition finden und nicht mit ihrer Körperhaltung mehr beschäftigt sind als mit dem aktiven Tun. Eine geeignete, individuell angepasste Sitzposition und Körperhaltung kann deshalb eine wichtige Voraussetzung für eine gezielte und gelingende Ansteuerung alternativer Kommunikationsmittel sein.
Der vierstündige Workshop greift zwei verschiedene Themenbereiche auf, die sich gut miteinander verbinden lassen. Beide verdeutlichen, wie wichtig fundiertes Fachwissen und die Erfahrungen von Begleitpersonen für Unterstützte Kommunikation im Alltag von Menschen mit Behinderung sind.
Zu Beginn geht es um Körper, Bewegung und Haltung. Woran erkennen wir gutes Sitzen? Wie unterscheiden wir willkürliche von unwillkürlichen Bewegungen? Und welche Verbesserungen an einer Position können wir selbst vornehmen? Der erste Teil gibt einen Einblick in zerebrale Bewegungsstörungen, Tonusregulation und Sitzposition.
Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist eine wichtige Grundlage für die Begleitung unterstützt kommunizierender Menschen - nicht nur im Alltag. Auch in ungewohnten oder belastenden Situationen, beispielsweise bei einem Krankenhausaufenthalt, ist es von großer Bedeutung, ihre individuellen Kommunikationsmöglichkeiten und die Voraussetzungen für die Nutzung ihrer Hilfsmittel zu berücksichtigen.
Im oft hektischen Klinikalltag ist Unterstützte Kommunikation längst noch nicht überall angekommen. Medizinische Kompetenz allein bedeutet nicht immer auch Sicherheit im Umgang und in der Kommunikation mit unterstützt kommunizierenden Menschen. Dabei existieren mittlerweile zahlreiche UK-Hilfen, die einen stationären Aufenthalt erleichtern können. Hier setzt der zweite Teil des Workshops an: Er stellt eine Auswahl dieser Hilfen vor und zeigt, wie sie angewendet werden.
Der Workshop verbindet damit zwei wichtige Perspektiven. Die körperlichen Voraussetzungen für die Nutzung von UK-Hilfen und die Möglichkeiten, Kommunikation auch während eines Krankenhausaufenthalts und im Klinikalltag zu unterstützen.
Zu beiden Themen erhalten Sie hilfreiche Unterlagen.
Datum der Veranstaltung
Diese Veranstaltung findet am Dienstag, 24. November 2026, von 16:00 bis 20:00 Uhr statt.
Anmeldeschluss ist der 23. November 2026, 12:00 Uhr.
Ort der Veranstaltung
Landesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Schleswig-Holstein e. V.
Boninstr. 3-7
24114 Kiel
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an Eltern sowie An- und Zugehörige von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen mit Behinderung, an Fachkräfte aus Schulen, Krankenhäusern und Kliniken sowie an weitere Interessierte.
Catering
Für eine kleine Stärkung in der Pause sowie Getränke während der Veranstaltung ist gesorgt.
Referentin
Petra Hohenhaus-Thier ist Ergotherapeutin, Bobath-Therapeutin und Kommunikationspädagogin für Unterstützte Kommunikation. Sie hat langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Menschen mit schweren Behinderungen. Derzeit arbeitet sie im Sozialpädiatrischen Zentrum des UKSH Kiel in einem interdisziplinären Team.
Teilnahmebeitrag
Die Teilnahmegebühr beträgt 20,00 € für Nicht-Mitglieder und 15,00 € für Mitglieder des Landesverbandes und seinen Mitgliedsorganisationen.